Kann sich Urin als neue Treibstoffquelle etablieren?
Nach Informationen der Agentur für Erneuerbare Energien e.V.in Berlin, die von einer forsa-Analyse vom November 2007 bestätigt wird, wünschen sich 81 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mehr Erneuerbare Energien. Der überwiegende Teil ist für eine Energieversorgung in ihrer Umgebung, die sich langfristig ausschließlich auf die dauerhaft verfügbaren, klimafreundlichen und risikoarmen Energieträger, Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme stützt. Sie sehen Vorteile gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung auf Basis von Kohle, Atomenergie und Erdgas. Jetzt bietet sich Urin als Treibstoff an.
Meist sind es die simplen Ideen die sich bahnbrechend einen Weg in das Geschäftsleben oder die Wirtschaft bahnen. Bedürfnisse wollen gedeckt werden oder durch preisgünstigere oder umweltfreundliche ersetzt werden.
Aus welchem Grund sollen menschliche Abfallprodukte nicht als preisgünstige Wasserstofflieferanten zu nutzen sein?
Forscher der Ohio University haben entdeckt, dass Urin, mit Hilfe eines Katalysators, zur billigen Wasserstoffquelle der Zukunft werden könnte. Jon Edwards, Media Relations Officer der Royal Society of Chemistry in London bestätigt, dass es sich bei der Untersuchung um keinen Scherz, sondern um eine ernst zu nehmende Forschung handelt. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin der Royal Society, Chemical Communications, veröffentlicht.
Hat die Entdeckung eine Chance?
“Die Entdeckung könnte nicht nur dazu führen in Zukunft Autos mit günstigem Wasserstoff zu versorgen, sondern auch zur besseren Reinigung von Abwässern dienen”, so Edwards. Die Chemikerin Gerardine Botte habe mit Hilfe der Elektrolyse aus dem Urin Wasserstoff hergestellt. “Im Vergleich zu Wasser befinden sich im Hauptbestandteil des Urins, dem Harnstoff-Molekül, vier Wasserstoffatome, die weniger stark aneinander gebunden sind als Wasserstoffatome im Wasser”, erklärt Edwards. Der zweite wesentliche Faktor sei die Verwendung einer neuen, preisgünstigeren nickelbasierten Elektrode mit einer Spannung von nur 0,37 Volt, als sehr preiswerten Katalysators bei der Elektrolyse. Die Chemikerin Botte erläuterte, dass im Vergleich dazu bei der Elektrolyse von Wasser 1,23 Volt benötigt werden. Während des elektrochemischen Prozesses wird der Harnstoff auf der Oberfläche der Nickel-Elektrode absorbiert.
Andere Verwendungsmöglichkeiten
Auch, wenn das System nicht zur Herstellung von Wasserstoff verwendet wird, könnte es, nach Ansicht von Geraldine Botte, in der Abwasserklärung Verwendung finden, weil die derzeit gängigen Aufbereitungssysteme zu teuer und zu wenig effizient seien. Die einzigen Vorbehalte gegenüber dem Harnstoff bestehen aufgrund des hohen Salzgehaltes.
Erneuerbare Energien-Anlagen besonders im Süden Deutschlands beliebt
Nach Informationen der Agentur für Erneuerbare Energien e.V.in Berlin, die von einer forsa-Analyse vom November 2007 bestätigt wird, wünschen sich 81 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mehr Erneuerbare Energien. Der überwiegende Teil ist für eine Energieversorgung in ihrer Umgebung, die sich langfristig ausschließlich auf die dauerhaft verfügbaren, klimafreundlichen und risikoarmen Energieträger, Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme stützt. Sie sehen Vorteile gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung auf Basis von Kohle, Atomenergie und Erdgas. Die Zustimmung zu Windenergie-, und Biomasseanlagen in der Umgebung des Wohnorts steigt bei den Menschen, die solche Anlagen bereits aus der Nachbarschaft kennen. Im Umkehrschluss wird festgestellt, dass eine Skepsis gegenüber Erneuerbaren Energien häufig auf eine Fehleinschätzung ihrer lokalen Auswirkungen und mangelnder Information über die Vorteile dieser Anlagen besteht. Die Bereitschaft zur Akzeptanz von Windrädern im eigenen Umfeld steigt zum Beispiel auf mehr als 70 Prozent, wenn der Strom dadurch günstiger wird. Diese Prognosen sind für die künftige Entwicklung wichtig, denn die Erneuerbaren Energien können bereits in wenigen Jahren kostengünstiger sein als fossil erzeugter Strom. Die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland äußern sich überdurchschnittlich häufig positiv zu Erneuerbare-Energien-Anlagen. Diese Einstellung strahlt inzwischen auch, durch die Veränderung des Windaufkommens, auf die Windenergie aus.








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